Die offizielle Eröffnung: Medieninformation // Bilder (C) Manu Friedrich/Sosf
"Wir wollen in dieser Aktionswoche 2008 zeigen, dass wir alle zusammen die Schweiz sind, zusammen verantwortlich für die Menschlichkeit auf diesem Flecken Erde. Wir wollen bekräftigen, dass einzig der Kampf für gleiche Rechte aller Menschen uns vorwärts bringen kann. In diesem Sinne hoffen wir, die persönliche und kollektive Gestaltungskraft und Kreativität anzuregen, denn wir sind überzeugt: «gestalten heisst widerständig sein, und widerständig sein heisst gestalten!»" (Aus dem Aufruf zur MigrantInnen-Landsgemeinde 2007)
Die zweite Landsgemeinde der ImmigrantInnen widmete sich dem Knüpfen von Netzwerken als erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Aktionswoche der MigrantInnen in der Schweiz. Die Aktionswoche ist geplant vom 8. bis 14. September 2008 und soll getragen werden von Basisaktivitäten in der ganzen Schweiz.
Die Aktionswoche «Ohne uns geht nichts.» soll es der sozialen Bewegung ermöglichen, wieder die Initiative zu übernehmen. Wir wollen unsere Verteidigungshaltung ablegen und auf eine dynamische Art eigene Schwerpunkte setzen, ohne falsche Rücksichten auf die institutionelle Politik – weil wir nur so mehr Einfluss gewinnen können auch auf die offizielle Politik. Wir wollen während dieser Woche auch kollektiv zu einem Perspektivenwechsel beitragen. Heute wird Migration nämlich bestenfalls als wirtschaftlich nützlicher Faktor betrachtet, schlimmstenfalls als grosse Bedrohung für die Schweiz oder für die sogenannt entwickelten Länder überhaupt angeschaut. Wir wollen den Punkt erreichen, wo Migration nicht nur als geschichtliche und zukünftige Realität akzeptiert wird, sondern auch als eine für alle Völker und Menschen bereichernde Begegnung.
Wir wollen in unserer Aktionswoche 2008 zeigen, dass wir alle zusammen die Schweiz sind, zusammen verantwortlich für die Menschlichkeit auf diesem Flecken Erde. Wir wollen bekräftigen, dass einzig der Kampf für gleiche Rechte aller Menschen uns vorwärts bringen kann. In diesem Sinne hoffen wir, mit dem Aufruf zur Aktionswoche auch die persönliche und kollektive Gestaltungskraft und Kreativität anzuregen, denn wir sind überzeugt: «gestalten heisst widerständig sein, und widerständig sein heisst gestalten!»
Weil Solidarité sans frontières nicht die personellen Kapazitäten zur Organisation einer gesamtschweizerischen Aktionswoche hat, werden wir unsere Hauptanstrengungen im Sekretariat der Koordination, der Vernetzung und der Kommunikation widmen. Die eigentlichen Beiträge zur Aktionswoche müssen «von unten», von einzelnen Personen und grösseren oder kleineren Organisationen gestaltet und getragen werden. Dabei ist eine Vielzahl von Aktivitäten denkbar. Von Theateraufführungen, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen über Konzerte und Einladungen von MigrantInnen-Organisationen zum Mittagstisch. Von lokalen oder überregionalen Demos zu Schwerpunktbeiträgen in alternativen und etablierten Medien. Von Mahnwachen und Petitionen bis zu Lesungen oder gar der Herausgabe neuer Publikationen. Die Grenzen setzt einzig die Phantasie der Beteiligten.
Weil es einfacher ist, in lokalen und regionalen Medien Gehör zu finden, und weil nicht nur den Problemen sondern auch den konstruktiven Beiträgen der MigrantInnen im näheren Umfeld weniger pauschale Vorurteile entgegengebracht werden, lohnt es sich, auch den örtlichen Bezug hervorzuheben und lokal die Zusammenarbeit und Absprache unter den verschiedenen Beteiligten zu suchen. Das Ziel müsste es sein, bis im April funktionierende Regionalkomitees zumindest in den grösseren Städten zu gründen.
Damit gute Ideen aus einem Kanton auch in anderen Kantonen aufgenommen und realisiert werden können, richtet Solidarité sans frontières unter www.ohneuns.ch eine Internetplattform mit den aktuellen Plänen aller Engagierten ein und wird versuchen, diese so aktuell wie möglich zu halten. Gleichzeitig soll ein gemeinsames, mehrsprachig vorhandenes Logo der Aktionswoche geschaffen werden, das als wieder erkennbares «Dach» dienen kann und den gemeinsamen Nenner all der verschiedenen Aktivitäten betont.
Balthasar Glättli
© 2000-2005, Impressum, webmaster@sosf.ch